Heimatzeit in Ascha

Montag, 1. Februar 2021 LANDKRE I S STRAUBING-BOGEN 13 Partnerschaft mit Tunesien Austausch in Sachen Gemeindeentwicklung Ascha. (hab) Seit 2017 hat die Gemeinde Ascha eine Partner- schaft mit der tunesischen Ge- meinde Hammam-Lif, in deren Zentrum der Austausch in Sachen Gemeindeentwicklung und erneu- erbare Energien stehen soll. Zustande gekommen ist die Partnerschaft, nachdem sich Ascha bereiterklärt hatte, an dem im Auf- trag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung initiierten und vom SKEW, der Servicestelle „Kommunen in Einer Welt“, in Ko- operation mit der Hanns-Seidel- Stiftung durchgeführten Projekt zu beteiligen. Grund für diese Län- derpartnerschaft zwischen Bayern und Tunesien ist der vergleichbare Verfassungsaufbau verbunden mit dem Ziel einer entsprechenden de- mokratischen Kommunalstruktur. Nach einem ersten Treffen in Bonn folgte im Sommer 2019 ein ge- meinsamer Workshop mit dem Ziel einer kommunalen Zusammenar- beit. Im November 2019 war es eine Delegation von Kommunalpoliti- kern und Verwaltungsmitarbeitern aus Tunesien, die sich von Aschas Bürgermeister Zirngibl über The- men wie Gemeindeentwicklung und erneuerbare Energien, flä- chensparendes Bauen, Energie- siedlung mit Solarbeleuchtung und Holzvergasungsanlagen mit kommunalem Netz informieren ließen. Der für 2020 geplante Gegenbe- such musste coronabedingt ver- schoben werden. Stattdessen fand ein Austausch auf digitaler Ebene mit den Bürgermeistern der jewei- ligen Kommunen und Vertretern der tunesischen Regionalzentren zu Themen wie wirtschaftliche und soziale Herausforderungen statt. Derzeit liegt laut Bürgermeister Zirngibl die Partnerschaft corona- bedingt aber auf Eis. Partnerschaftlicher Austausch in Corona-Zeiten: Bürgermeister Wolfgang Zirngibl im Gespräch mit Kommunalpolitikern aus Hammam-Lif. Foto: Haberl STRAUBING-BOGEN www.straubinger-tagblatt.de kreis & quer D er Erlanger Oberbürgermeister hat für den besseren Sitz der FFP2-Maske seinen Bart geopfert, Vorher-/Nachher-Bilder ins Netz gestellt und andere Bartträger dazu aufgefordert, es ihm gleichzutun. Denn: „Gleiches Leid ist halbes Leid.“ Wer die beiden Bilder neben- einander sah, konnte sich nur wun- dern. Welches Leid? Der Mann schaut jetzt gut zehn Jahre jünger aus. Dass er im Supermarkt gefragt wird, ob er schon Alkohol kaufen darf, ist dennoch nicht zu befürch- ten: Erstens sieht der Teil des Ge- sichts, den man trotz Maske im Su- permarkt noch sieht, ja wohl genau- so aus wie vorher. Und zweitens ist der gute Mann immerhin schon 40. Bartopfer Weniger griesgrämig wirkt er auf dem zweiten Foto auch. Sein Bart hat ausgesehen wie die Manifestati- on herabhängender Mundwinkel. Jetzt bekommt das Gegenüber von seinem Lächeln auch was mit. Der Präsident des Ostbayerischen Bart- und Schnauzerclubs hingegen hat geäußert, er rasiere sich keines- falls. Bis er den Bart so hinbekom- men habe, wie er jetzt sei, habe es zehn Jahre lang gedauert. Und in seinem Alter funktioniere das viel- leicht gar nicht mehr. Wie alt er ist, hat nicht dabei ge- standen. Nur dass sein Rauschebart grau ist, konnte man auf einem Foto sehen. Doch wird ein Bart bei vielen eher grau als das Haupthaar, falls noch vorhanden (der Mann trug Hut). Das macht dann eher zwanzig Jahre älter. – Nur so als kleiner Hin- weis für Fünfzigjährige auf Part- nersuche, die sich wundern, wieso mit ihnen ausschließlich Rentnerin- nen flirten... –map– Heute im Landkreis Kalenderblatt Seite 14 Veranstaltungen Seite 14 Geiselhöring: 19-Jähriger schleudert mit Auto gegen einen Baum: ein Toter, zwei Schwerverletzte ............. 15 Rinkam: Das Maislabyrinth ist am heuti- gen Montag in der BR-Sendung „Heimat der Rekorde“ ........... 17 Bei Fragen zur Zeitungszustellung: Telefon.............. 09421/940-6400 Der direkte Draht zur Redaktion: Telefon.............. 09421/940-4620 Telefax.............. 09421/940-4609 landkreis@straubinger-tagblatt.de „Zum Reiwa Heigl“ soll Schmuckstück werden Generalsanierung des historischen Wirtshauses nimmt Fahrt auf – Beginn im Frühjahr lage des weiteren Vorgehens dient, ist für die Generalsanierung mit Gesamtkosten in Höhe von 3,7 Mil- lionen Euro zu rechnen. Davon kön- nen laut Bürgermeister Zirngibl etwa 2,7 Millionen Euro durch För- dermittel abgedeckt werden. Auf die Gemeinde Ascha kommt folglich eine Selbstbeteiligung in Höhe von 960000 Euro in der Bauzeit von drei Jahren zu. Das Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern sichert 2,5 Millionen Euro zu, die Bayeri- sche Landesstiftung 207000 Euro, das Landratsamt Straubing-Bogen 12500 Euro und das Landesamt für Denkmalpflege 40000 Euro. Arbeitskreise „Die Generalsanierung des ehe- maligen Gasthauses hat die letzten zwei Monate mit der Zusage zur Maßnahme, der finanziellen Unter- stützung sowie der Erstellung eines grundlegenden Nutzungskonzepts Fahrt aufgenommen“, erklärt Zirn- gibl weiter. Zudem seien verschie- dene Arbeitskreise zur konkreten Umsetzung gegründet worden. Die- se seien derzeit jedoch aufgrund der Corona-Pandemie in ihren Aktivi- täten ausgebremst. Im Frühjahr kann laut Zirngibl hoffentlich mit den Außenmaßnah- men begonnen werden, die dann bis Ende des Jahres fertig sein sollen. Irene Haberl eine zukünftige Nutzung dienen. Dazu zählen unter anderem eine öf- fentliche Bücherei, ein Senioren- treff im Nebengebäude, eine Klein- kunstbühne, im Obergeschoss eine Vhs-Außenstelle, ein Musik- und Theaterraum sowie ein Gesund- heitskeller. Interessiert verfolgte man außerdem Anfragen des Jo- seph-Schlicht-Vereins Steinach, im Obergeschoss des Gebäudes eine Chor-Akademie einzurichten. Wie Bürgermeister Wolfgang Zirngibl erklärt, ist ein Abriss des Gebäudes aufgrund von Denkmal- schutzvorgaben nicht erlaubt. Ein Verkauf des sanierungsbedürftigen Gebäudes sei kaum interessant und die Sicherung im Falle eines kon- trollierten Verfalls über die Zeit von 30 Jahren sehr kostspielig. Grund- sätzlich ist die 80-prozentige Förde- rung im Sinne des Denkmalschutzes an eine Außenansicht aufgrund his- torischer Hinterlegung beispiels- weise auf Postkarten gebunden. Eine kommerzielle Nutzung ist ver- boten und aufgrund einer vom Amt für Ländliche Entwicklung erstell- ten vorübergehenden „Hausord- nung“ darf nicht vermietet oder verpachtet werden. Nutzer beteili- gen sich nur an den Nebenkosten. Denkmalpflegekonzept Nach Angaben eines durch ein In- genieurbüro entwickelten Denk- malpflegekonzepts, das als Grund- plex für 15000 Euro. Seither ist man auf der Suche nach möglichen Nut- zungskonzepten über verschiedene Förderanträge, wie beispielsweise die Schaffung einer Carmen-Au- ßenstelle mit Nutzung von Seminar- räumen, die Nutzung als Nawaro- Haus gemeinsam mit der Fachhoch- schule Landshut oder der Bioener- gieregion, als Cluster-Partner mit dem Biocampus Straubing und schließlich mit dem Tourismusver- band Ostbayern zur Entwicklung eines Informationszentrums Vorde- rer Bayerischer Wald. Revitalisierung 2018 stellte die Gemeinde erst- mals den Antrag für eine Revitali- sierung des ehemaligen Gasthauses zur Förderinitiative „Innen statt außen“, die eine Förderung in Höhe von 80 Prozent verspricht. Genutzt wurde das denkmalgeschützte Ge- bäude in der Zwischenzeit spora- disch, etwa für Treffen der projekt- gebundenen Ideenschule aus Bür- gern, von 2013 bis 2017 von der Gschwendter Dorfgemeinschaft so- wie vom Verein Ascha aktiv für Bauernmärkte, wobei in der Zeit keinerlei Investitionen getätigt wurden. Da Bürgerbeteiligung in Ascha großgeschrieben wird, entwickelte man im Dezember 2019 bei einem Bürgerseminar mögliche Nutzungs- konzepte, die nun als Grundlage für durchfahrende Händler. Die Bau- substanz des heute denkmalge- schützten Gebäudes mit Schopf- walm und angebautem Bruchstein- stadel kann auf das 14. Jahrhundert zurückverfolgt werden. 1614 wird es erstmals als Wirtshaus erwähnt. Im Jahr 2004 ersteigerte die Ge- meinde Ascha den Gebäudekom- Ascha. Nun steht es endgültig fest: Das historische Gasthaus „Zum Reiwa Heigl“ in Gschwendt soll revitalisiert werden. Aus dem Schandfleck soll ein Schmuckstück werden. Eine Bürgerbefragung zeigt die Befürwortung, die Planun- gen laufen, die Finanzierung ist ge- sichert – nur Corona bremst die Maßnahme derzeit noch ein. Historisch ist das Gebäude alle- mal, wurde Gschwendt doch bereits 1120 erstmals erwähnt. Die örtliche Kirche finanzierte 1667 ein vermö- gender Salz- und Hopfenhändler, denn Gschwendt entwickelte sich an einer vielbefahrenen Landstraße mit Bedarf einer Raststätte für Die Pläne für die Sanierung des historischen Wirtshauses in Gschwendt stehen. Bald sollen die ersten Arbeiten starten. Foto: Irene Haberl Heimatzeit in heimatzeit.idowa.de Ascha 8A6LniQo

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